Heidelberg

Ethnologie in Heidelberg

Die Heidelberger Ethnologie besteht aus zwei räumlich getrennten Abteilungen: die Abteilung für Ethnologie am Südasien-Institut im Neuenheimer Feld, umgeben von Naturwissenschaften und Medizin und dem eigenständigen Institut für Ethnologie mitten in der Altstadt zwischen den Geistes- und Sozialwissenschaften der Ruperto Carola. Dieses Institut ist zusammen mit dem Psychologischen Institut, dem Institut für Bildungswissenschaft, dem Institut für Sport und Sportwissenschaft und dem Institut für Gerontologie in der Fakultät für Verhaltens- und Empirische Kulturwissenschaften beheimatet. Im Zentrum dieser Fakultät steht der Mensch und sein kulturell geprägtes Verhalten, das mit empirischen Methoden untersucht wird. Die Ethnologie ist in ihrer derzeitigen Zusammensetzung eines der jüngsten Institute der Universität.

Thematische Schwerpunkte der Heidelberger Ethnologie sind die Ethnologie der Sinne, kognitive Ethnologie, Medical Anthropology und Gerontoethnologie, Ritual, Performanz und Theater sowie transkulturelle Beziehungen und Migration.

Südasien und Ozeanien bilden die regionalen Schwerpunkte der Ethnologie in Heidelberg, wobei zurzeit hauptsächlich Lehrveranstaltungen zu den Regionen Australien, Melanesien, Mikronesien, Polynesien, Philippinen und Südasien angeboten werden.

An der ältesten Universität Deutschlands studieren zurzeit 358 Studierende Ethnologie im Hauptfach und ein Vielfaches davon Ethnologie im Nebenfach. Personell kann die Ethnologie mit drei Professoren – Prof. Dr. Bettina Beer (Geschäftsführende Direktorin des Instituts), Prof. Dr. Wiliam Sax (Leiter, Abt. Ethnologie am SAI), Prof. Dr. Jürg Wassmann (Ordinarius, Lehrstuhl für Ethnologie) – zwölf Lehrkräften des Mittelbaus, acht Gastprofessoren sowie zahlreichen studentischen Hilfskräften und Tutoren aufwarten.

Einen Artikel zu dem Thema “Kontakte in alle Welt – Studierende profitieren von Netzwerken” (mit Prof. Dr. Jürg Wassmann) findet ihr unter folgendem Link:

http://www.uni-heidelberg.de/magazin/2006/topthema_1106.html

Heidelberger Geschichte

Alt ist die Geschichte Heidelbergs auf jeden Fall – schließlichwurde ja auch der homo heidelbergensis hier in der Nähe gefunden, und der ist stattliche 600.000 Jahre alt!

Seitdem haben sich die Bewohner der Gegend (die meisten jedenfalls) geändert und die Entwicklung der Stadt ihren Lauf genommen: Die Kelten errichteten die erste Siedlung, und nachdem die Römer eine Zeit lang hier waren und wieder vertrieben wurden, wurde „Heidelberch“ im Jahre 1196 erstmals in einer Urkunde erwähnt und war danach jahrelang Residenzstadt verschiedenster Kurfürsten von der Pfalz, bis die Linie ausstarb. Im darauf folgenden Erbfolgekrieg wurde das Heidelberger Schloss von den Franzosen zerstört. Wiederaufbauversuche wurden, so ironisch es klingt, durch einen Blitzeinschlag vereitelt.

1386 gründete Ruprecht der Erste unsere Uni als älteste Universität Deutschlands. Über vierhundert Jahre später lässt Karl Friedrich vom Großherzogtum Baden die Uni neu gründen – deshalb auch der Name Ruperta Carola nach ihren beiden Gründern.

Im Laufe der Jahre beherbergte die Stadt viele berühmte Personen, wie beispielsweise in der Romantik Dichter wie Friedrich Hölderlin, Ludwig Achim von Armin, Clemens Brentano und Joseph von Eichendorff, und ist um Einiges gewachsen: knapp 150.000 Einwohner gibt es jetzt, davon 34.000 Studenten, plus (!) circa 3,5 Mio. Tagesgästen.Nicht zu vergessen, den unschlagbaren letzten Triumph auszuspielen: Seit 1978 rühmt sich Heidelberg damit, die längste Fußgängerzone Europas zu haben – 1.6 km lang und zur Zeit mit überraschend vielen Handyshops bedeckt. Wenn das mal nichts ist! Aber he, kommt und seht es euch selber an!

Sehenswürdigkeiten

Wenn ihr am Heidelberger Hauptbahnhof ankommt, lasst euch nicht von der sehr modern inszenierten Stahlpferdfigur abschrecken. Vielmehr gilt es sich schnellstens Richtung Altstadt zu begeben, wo man inmitten zahlreicher japanischer Reisegruppen so Einiges entdecken kann.

Als Ort der Begegnung mit Touristen gilt besonders die Alte Brücke, von der aus man einen tollen Blick auf Magnetpunkt Nr. 1 hat: Das berühmt-berüchtigte Heidelberger Schloss. Auf einer Anhöhe bietet sich vom Schlosspark aus wiederum ein herrlicher Blick auf die Altstadt. Europas längste Fußgängerzone erstreckt sich hier, vom Bismarckplatz bis hin zum Karlstor.

Ebenso kann man auf – Europas wahrscheinlich gefährlichster Fahrradstraße – der Plöck mitmischen, oder einfach nur das chaotische Treiben der Autos, Fußgänger und Radfahrer bestaunen – hier hat jeder Vorfahrt! Menschen mit schwachen Nerven können in die Gässchen flüchten und eine Vielfalt uralter und neuerer Kirchen und Unigebäude zu entdecken. Hervorzuheben ist hierbei die Universitätsbibliothek (UB), welche mit ein bisschen Fantasie von außen betrachtet dem Harry-Potter-Schloss ähnelt sowie der Marstall, der gerade beim Wettbewerb „Mensa des Jahres“ mitmischt, und sich im Sommer auch ideal als Biergartenersatz eignet.Vor allem in der wärmsten Jahreszeit ist ein Besuch auf der Neckarwiese ein absolutes Muss – dort kann man Sport treiben, grillen, Leute beobachten oder einfach nur chillen! Wem es da zu bunt wird, der kann sich auf den Philosophenweg begeben und sich dort, wie schon viele kreative Denker zuvor, inspirieren lassen…

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